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Tuesday, 30 April 2013

Kurzreview: Forgeworld Zone Mortalis Platte

Wie viele von euch sicherlich mitbekommen haben dürften, brachte Forgeworld vor einiger Zeit die Erweiterung "Zone Mortalis" mit den entsprechenden "REALM OF BATTLE ZONE MORTALIS"-Platten heraus (die Regeln gibt es als kostenlosen Download bei FW). Lange liebäugelte ich mit den Platten und nun habe ich mir testweise eine einzelnes Stück besorgt. Im Folgenden möchte dazu nun hier meine Eindrücke mit euch teilen. Wer überhaupt nicht weiß worum es geht, sei vorab noch auf obigen Link oder dieses Video hier verwiesen:



Die Zone Mortalis Plattenteile gibt es in acht verschiedenen Varianten und kosten pro Stück zwischen 20 und 25 GBP (ca. 23,60€ und 29,50€), wobei man auch vier Platten im Set für 90 GBP (ca. 106,25€) erstehen kann und somit immerhin ein paar Kröten gegenüber dem Einzelkauf spart. Als Ergänzung gibt es dann noch zwei verschiedene Paar Türen und zwei Optionen auf "Inneneinrichtung".

Anders als man es bisher von Forgeworld gewohnt sein mag, sind die Platten nicht aus dem üblichen grauen Forgeworld-Resin, sondern aus einem leichteren schwarzen Resin. Zudem sind die Platten nicht massiv, sondern ungewohnterweise innen hohl. Dadurch sind sie jedoch sehr leicht und dennoch ziemlich stabil.


Allerdings hat dieses neue Material bzw. das neue Herstellungsverfahren auch seine Schattenseiten. Die Oberflächen weisen unheimlich viel Bläschen auf, die allerorts immer wieder Details kaputt machen. Ich habe auf den folgenden Bildern einmal beispielhaft ein paar Sektionen abgelichtet und die größeren Bläschen markiert. Dieser Zustand zieht sich über die ganze Platte und wie man erkennen kann, befinden sich noch mehr kleinere Bläschen auf den gesamten Oberflächen.


Außerdem scheint sich beim Herstellungsprozess das Resin nicht gleichmäßig verteilt zu haben und so ist die Wandstärke an einigen Stellen nur äußerst dünn. Sobald man die Platte gegen das Licht hält, offenbart sich das Grauen (siehe Bild). Nur leichter Druck könnte hier zu einer Lochbildung führen! Bei der Handhabung der Platten ist also entsprechende Vorsicht geboten.


Diese Mängel zeigen sich nicht nur meiner Platte, sondern wurden auch schon andernorts festgestellt, z.B. hier. Zumindest die Bläschen scheinen normal und unvermeidbar zu sein, da Forgeworld in der Produktbeschreibung selbst darauf hinweist:
Due to the casting process of this material, it is sometimes possible to find small air bubbles on these terrain pieces. These are easy to fill as our Working with Resin guide explains.[Quelle]
Ein Teil der Bläschen passen vielleicht noch gut zu einem uralten Konstrukt des Imperiums und fallen daher nicht so negativ auf. Doch insgesamt sind es für meinen Geschmack allerdings ein paar Bläschen zu viel, zumal man wohl einige davon kaum beseitigt bekommt, ohne eventuell die Platte zu verschandeln. Ich erwarte bei diesen recht deftigen Preisen für ein "Nebensystem", schlichtweg eine bessere Qualität. Von unschönen Verformungen an den Rändern oder ähnlichem kann ich jedoch immerhin nichts berichten.

Mein Fazit:

Insgesamt bin ich etwas enttäuscht, denn die Qualität der Platten überzeugt mich bei dem Preis einfach nicht. Zu bedenken ist dabei nämlich, dass man für die empfohlene Spielfeldgröße von 48" x 48" (120 cm x 120cm) bereits 16 Platten benötigt, was gleichbedeutend mit einer Mindestinvestition von ca. 400€ ist. Dieses Spielfeld ist dann zwar herrlich variabel, aber auch furchtbar trist, so dass man dringend noch ein paar Türen und etwas Interieur benötigt. Damit sprengt man dann alles in allem schnell die 500€ Marke.

Ob sich diese Investition lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bezweifle jedenfalls, dass sich diese hohen Investitionskosten lohnen, zumal sich Platten nur bedingt für "normale" 40k-Spiele eignen. Wie oft wird man schon Zone Mortalis oder Killteam-Missionen spielen?


Schade ist auch, dass die Platten trotz ihrer Modularität schnell langweilig wirken und etwas mehr Abwechslung in der Wandgestaltung oder den Platten an sich, hätte gut getan. Grob gesagt hat man im Endeffekt nämlich nur, eine an einen Irrgarten erinnernde, planlose Ansammlung von Korridoren.
Wenn man schon auf ein vorgefertigtes Spielfeld zurückgreifen möchte, ist man meiner Meinung nach beispielsweise mit dem modularen Spielfeld von Citadel plus etwas Gelände besser bedient. Nur fehlt einem dann die klaustrophobische Enge der Zone Mortalis Korridore...

Letztlich sind die Zone Mortalis Platten nur nett. Der hohe Preis rechtfertigt nämlich die in meinen Augen bedingte Bespielbarkeit und dürftige Qualität nicht. Was ist eure Meinung?

Bevor die Frage aufkommt, was ich nun mit meinem einzelnen Plattenteil mache: Ich werde es bemalen und als netten Photohintergrund für zukünftige Miniaturen nutzen. ;)

Thursday, 12 January 2012

Tipp: J'S WORK - Modern Military Equipment Set

Ich war lange auf der Suche nach geeigneten Teilen von Ausrüstung, das man hier und da für Geländestücke, Dioramen oder Bases verwenden kann. Es stellt sich immer das Problem mit dem passenden Maßstab, dann der Vielfalt und schließlich auch des Preises. Durch Zufall bin ich nun auf das "Modern Military Equipment Set" von J'S WORK gestoßen und ich muss sagen, ich bin begeistert.

Quelle: http://www.jsworkmodel.com
 
Für ca. 10 Euro (inkl. Porto!) bekommt man folgende Teile aus Kunststoff:

8x 200l Treibstofffässer
4x Chemiefässer
8x 20l Benzinkanister
8x 20l Wasserkanister
4x 20mm Munitionskisten
8 x .50 cal Munitionskisten
4 x Transportkisten

Diese sind in Einzelteilen über zwei verschiedene Gussrahmen verteilt, wovon jeweils zwei pro Sorte in einer Packung enthalten sind. Das macht insgesamt 4 Gussrahmen, die folgendermaßen aussehen (bessere Detailbilder gibt es auf der Herstellerseite): 

Quelle: http://www.jsworkmodel.com

Die Passgenauigkeit ist okay, doch insbesondere bei den Munitionskisten ist das teilweise eine ganz schöne Frickelei und der Kunststoff ist recht spröde, sodass recht leicht etwas abbricht. Also, Vorsicht beim Heraustrennen der Einzelteile! Ansonsten gestaltet sich der Zusammenbau jedoch sehr einfach.
Hat man alles zusammengeklebt, sehen die Fässer und Kisten wirklich schick aus und bemalt machen sie erst recht viel her. Durch ihren Maßstab von 1:35 passen sie recht gut zu allen gängigen Miniaturspielen im 28mm Maßstab, wie z.B. Warhammer 40k oder auch Infinity. Hier mal ein Vergleichsbild:


Zu kaufen gibt es das Set online bei luckymodel.com und hier und da auch bei ebay. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach unschlagbar und wer nach entsprechendem Klimbim gesucht hat, um sein Gelände, seine Fahrzeuge oder sonst etwas aufzuhübschen, der sollte hier unbedingt zugreifen. Von mir gibt es also ein unbedingte Kaufempfehlung!

Tuesday, 23 August 2011

Einschub: Space Marine Demo Review

Seit heute gibt es die Demo zum Spiel "Space Marine" von THQ nun auch für Normalsterbliche über Steam als Download. Also, nichts wie ran an die Buletten!


Überraschenderweise läuft das Spiel auf meiner 3 Jahre alten Kiste wunderbar flüssig und sieht dabei verdammt gut aus. In der Demo kann man zwei unterschiedliche Kurzmissionen spielen und darin einmal als taktischer Marine und einmal als Sturm-Marine tätig werden..

Im Unterschied zum Film "Ultramarines" und dem Shooter "Firewarrior"gelingt es diesem Spiel unheimlich gut die Atmosphäre des 41. Jahrtausends einzufangen. Ein paar Grafikfehler gab es vereinzelt noch, doch letztlich sieht das Spiel einfach nur pornös gut aus. Die Geräusche und die Bewegungen in der Servorüstung kommen glaubhaft rüber und das große Sorgenkind - der Bolter - wurden wunderbar in Szene gesetzt. Alles fühlt sich irgendwie stimmig an.

Die deutsche Syncho ist nicht schlecht, doch die Englische Originalversion finde ich irgendwie besser. Den Multiplayer-Modus und den Editor zum Erstellen eines eigenen Charakters kann man in der Demo leider noch nicht antesten.


In der Demo kämpft man meist gegen wahrhafte Massen von Gegnern und gerade das macht insbesondere die Orks schließlich auch aus. Dabei gibt es reichlich unterschiedliche Gegnerklassen, die 1:1 aus dem Orkcodex stammen könnten. Sogar Sprengsquigs sind dabei!

Die Steuerung mit Maus und Tastatur ist meiner Meinung nach etwas heikel und man merkt, dass das Spiel ursprünglich für Konsolen entwickelt wurde. Zwar klappt das Zielen und Schießen mit der Maus wunderbar, doch in den Nahkämpfen ist es etwas krampfig, die richtigen Tasten zu finden und rechtzeitig zu drücken.

Ansonsten ist das Spiel schnell, brutal und blutig. Kein Wunder also, dass es erst eine Altersfreigabe ab 18 Jahre bekommen hat. Nun gut, das 41. Jahrtausend ist eben kein Ponyhof und ein Space Marine muss seinem Ruf als Elitekämpfer in diesem rauen Umfeld irgendwie gerecht werden. Etwas merkwürdig mutet es dann jedoch an, wenn die blutverschmierte Rüstung sich nach kurzer Zeit wie von selbst wieder reinigt und auch die Schlachtfelder schnell wieder wie frisch gewischt aussehen. 


Etwas unglücklich finde ich die Gesundheitsregeneration über erst betäubte und dann getötete Gegner im Nahkampf und ich hätte mir hier lieber ein System von Medipaks o.ä. gewünscht. So ist man gezwungen sich auch als Schwerverletzter immer wieder in die tosenden Gegnerlawinen zu werfen, um seine HP Leiste aufzufüllen. Klar, ein Marine ist kein Feigling, doch man geht bei diesen Aktionen auch recht schnell drauf. Insbesondere wenn noch stärkere Gegner wie Bosse an den Kämpfen beteiligt sind. Gestorben bin ich dementsprechend oft - auch auf dem Schwierigkeitsgrad "leicht".

Das Leveldesign würde ich nach den ersten beiden Missionen eher als "schlauchig" und linear bezeichnen, doch stören tut das nicht. So verläuft man sich wenigstens nicht und kann sich voll und ganz auf die Kämpfe konzentrieren.

Letztlich scheint "Space Marine" ein wirklich gutes, actionlastiges Spiel geworden zu sein, dem es als Spiel in Third-Person-Perspektive erstmals gelingt die Atmosphäre im 40k-Universum richtig einzufangen und das sich einfach "gut" anfühlt. Mit einem Spiel wie diesem gelingt es Games Workshop bestimmt auch neue Tabletop-Spieler zu gewinnen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass zu "Space Marine"noch weitere Teile oder Erweiterungen mit neuen Gegnerrassen folgen...


Bei Youtube habe ich gerade noch dieses ziemlich ausführliche Video-Review gefunden und verweise für weitere optische sowie akustische Eindrücke einfach hierauf:

Saturday, 18 December 2010

Review zu "Ultramarines" der Film

Allen Unwetterwarnungen zum Trotz fand sich gestern ein kleiner aber feiner Haufen Aleatoren ein, um den neuen Ultramarines-Film zu schauen. Ich möchte an dieser Stelle meinen Senf zu dem Flim an sich abgeben, ohne allzu viel über den Inhalt zu verraten.

Der Film kommt in einem schicken Pappschuber mit Hardcover-Comic (32 Seiten) und Metall-DVD-Hülle, in der sich die beiden DVDs befinden. Auf der einen DVD ist der Film mit seinen 76 Minuten Länge und auf der anderen Disc befinden sich die Bonus Features wie ein Making Of, Interviews etc. Für seine ca. 20 € (Porto raus gerechnet) hat man auf jeden Fall ein "wertiges" Produkt in den Händen.

 

Der Inhalt des Comics reißt kurz die Vorgeschichte zum Film an. Also, wie eine handvoll Neophyten zu Space Marines wurden. Das ist zwar nett, mehr aber auch nicht. So mancher Warhammer Monthly Comic gefiel mir da alleine vom Stil her besser. Aber gut, das ist Geschmackssache.

Ich möchte noch anmerken, dass der Film sich an Leute richtet, die mit 40k auch etwas anzufangen wissen. Abgesehen von dem Comic und ein paar drögen Phrasen zu Beginn des Films wird sonst eigentlich nichts weiter zum Hintergrund erklärt, was "normale" Leute etwas im Regen stehen lässt. 

Es wurde viel über die Optik des Films geschimpft. An das Niveau des DOW II Intros kommt er auch wirklich nicht heran. Die meisten Schauplätze der Handlung sind langweliig und leer gefegt. Nicht umsonst spielt der Film zum großen Teil an Bord eines Angriffskreuzers und in der Einöde. Gut, mehr Details kosten mehr Arbeit, Geld und Zeit, doch angesichts der teilweise merkwürdig anmutenden Physik des Film und der Bewegungen der Marines fällt es auch einem Fanboy schwer alle Augen zuzudrücken. Die Rüstungen sind allerdings gut und detailliert gelungen und in Innensequenzen mit wenig Bewegung sieht der Film dann auch richtig gut aus! Wenn die schon dieses Voice-Capturing gemacht haben, weshalb nicht auch direkt die gesamten Bewegungen capturen?

Über den Sound und die Musik kann ich nicht viel sagen. Die Musik schien okay zu sein. Sie ging mir auf jeden Fall nicht auf den Zeiger, gleichzeitig kann ich mich aber auch gar nicht an sie erinnern. Die englische Sprachausgabe passt gut, die deutsche soll dagegen nicht so toll und etwas hölzern sein. Leider habe ich gestern völlig vergessen das noch  zu checken. Insgesamt ist der Film aber etwas zu leise und man muss die Boxen schon lauter als normalerweise drehen.
An zwei Stellen im Film war der Sound zudem so schlecht abgemischt, dass es erhebliche Schwankungen in der Lautstärke gab und man das Gesagte gar nicht mehr verstehen konnte. Ein Verlust ist dies aber nicht, da die Dialoge ohnehin ziemlich platt sind. Immerhin ein Gutes haben sprechende Ultramarines an sich - und zwar wissen wir nun wie man Macragge richtig ausspricht. Mäkrääg? Mäkrääg !

Im Film bewegen sich Marines flink wie Wiesel, hölzerne Wiesel und Servorüstungen sind im Prinzip absolut. Die Rüstungen sind leicht disproportioniert, scheinen kein Eigengewicht zu haben und funktionieren zudem völlig geräuschlos. Chaoten und Ultras hätten auch nackt herumlaufen können, so wie die durch Beschuss und im Nahkampf zerpflückt wurden.
Überhaupt gewinnt man nicht den Eindruck, dass es sich bei den Ultramarines um die Elitekrieger des Imperiums handelt. Sie sterben wie die Fliegen und da es im Film keine Möglichkeit zum Vergleich mit normalen Menschen gibt, sei es bei der Ausrüstung, der Größe und den Fähigkeiten, wirken die Marines ziemlich unelitär. Von den Chaoten mit ihren Äonen an Erfahrung ganz zu schweigen. Was zum Teufel macht denn eine ganze Kompanie von Imperial Fists auf diesem verschissenen Planeten ohne ein Schiff in der Nähe und ohne ein einziges Fahrzeug? Eine ganze Kompanie reicht normalerweise aus, um z.b. eine Rebellion niederzuschlagen oder einen ganzen Krieg zu führen!

Gut ist hingegen die Darstellung der Funktionsweise der Bolter gelungen. Auch die Art und Weise wie sich der Land Speeder fortbewegt, überzeugt. Trotzdem gibt es noch genug Sachen, die einen den Kopf schütteln lassen. Was soll die Kapelle direkt zwischen den Triebwerken des Angriffskreuzers? Was sollte das mit dieser doofen Aura aus dem Crozius des Ordenspriesters? Warum lassen die Marines den Land Speeder einfach so auf diesem doofen Planeten zurück? Überhaupt ist alles eine regelrechte Materialschlacht und -verschwendung und nix ist mit "Honour your wargear."usw.

Die ach so hoch gelobte Story, die die anderen Schwächen ausbügeln soll, ist recht simpel gestrickt. Spannung sieht leider anders aus. Gäbe es ein Film zum Buch, so wäre dieses nur zwischen 30 - 50 Seiten lang, und hätte also eher den Charakter einer Kurzgeschichte. Daher fällt es schwer Sympathien für die einzelnen Charaktere zu entwickeln, geschweige denn sich für diese zu interessieren, da diese ziemlich "blass" daher kommen und der Film einfach zu kurz ist.

Der Film mit seinen 76 Minuten nicht gerade lang und mit den Abstrichen bei der Optik und der kurzweiligen Handlung, sehe ich ihn weniger als einen "echten" Film. Vom Gefühl und dem Anspruch her, ist "Ultramarines" irgendwo zwischen einer 25-minütigen Episode einer Fernsehserie und einem Pilotfilm für eine ebensolche angesiedelt. Nix halbes und nix ganzes eben.


Fazit: Der Film macht das 40k-Universum nicht besser aber auch nicht schlechter. Er hat einfach zu viele Schwächen um ihn "richtig" gut zu finden und um sich mitreißen zu lassen. Daher kann ich "Ultramarines" nur 5 von 10 möglichen Punkten geben.
Jemand, der nichts mit 40k am Hut hat und die Sache neutraler sieht, dürfte den Film eher schlechter finden. Es bleibt zu hoffen, dass dies nur der erste wirkliche kommerzielle Versuch einer filmischen Umsetzung ist und der nächste Film, alleine wegen der nun gewonnenen Erfahrung, besser wird.


Auf BOLS gab es die Woche noch einen neuen Originalausschnitt aus dem Film zu sehen (leider ist der Ton sehr leise):


Für die knapp 32 €uronen werde ich mir den Film nicht holen (siehe auch unten), sollte er jedoch wie angekündigt nächstes Jahr als normale Edition auch im Laden regulär erhältlich sein, werde ich darüber nachdenken.

 * * *

Zwei von uns hatten sich den Film in einer Bestellung geordert. Der eine Film war schon Dienstag da, der andere brauchte noch zwei Tage länger. WTF?! Dazu muss man wissen, dass jeder Film einzeln versandt und abgerechnet wird. Mittlerweile wurde der Webshop  umgestaltet und es wird nur noch ein Komplettpreis angegeben. Vorab konnte man sehen, dass die Portokosten gut 10 € ausmachten. Bei jedem bestellten Film werden die Portokosten fällig und diese kumulieren sich entsprechend. Bei einer Sammelbestellung von 10 Filmen gibt es also keine Ersparnis in irgendeiner Form, da jeder Film für sich abgerechnet und einzeln versandt wird.
So ein Quatsch! Auf eine Emailanfrage zu dem Thema bzgl. der kumulierenden Versandkosten bekam ich folgende Antwort:
Hi Talarion!
 The orders are processed as part of a VAT exemption scheme and therefore need to be treated separately.
We hope that you will consider the delivered price of EU31 as good value and not focus on the how this has been split out for us to be tax efficient.

Support Team
Super - alles also volle Absicht. Für mich ein absolutes K.O.-Kriterium, den Film nicht zu bestellen. Das Ganze lässt sich schön auf ein Zitat eines der Produzenten auf dem GD reduzieren: "GW gave us the rights to make it, but no money."

Saturday, 30 October 2010

Deutscher Games Day 2010

Ich hatte wenig Erwartungen und wurde dennoch enttäuscht. Klar, was soll GW anderes machen als Miniaturen-/Spielehersteller ihre Püppies auszustellen und die Leute damit spielen zu lassen bzw. die dort zu verkaufen? 
Darüber möchte ich gar nicht streiten, doch die sollen dann für eine solche Veranstaltung bitte  mind. 20€ Eintritt verlangen! An diesem Mindestpreis muss sich der Games Day mMn messen lassen und im Vergleich dazu gab und gibt es einfach zu wenig geboten.

Die Film- und Spieltrailer waren bekannt und zu kaufen gab es an den entsprechenden Ständen nix. Wenn man etwas von GW kaufen konnte, dann bitteschön zum Ladenpreis. Gut, es gab immerhin die Aktion kauf 4 bezahl 3 alte Blister beim besonderen Sonderverkaufsstand. *gähn*

Die Dark Eldar gab es zu sehen und man konnte im Codex blättern, doch das kann man in den Läden auch und insgesamt es gab nichts zu sehen, was es nicht schon im Inet zu sehen gab - Warhammer Forge etc. inkusive. Böses, böses Internet! Immerhin konnte man sich mit einigen bekannteren Gesichtern von GW und FW unterhalten.

Dieses Jahr gab es leider keine spektakuläre Games Day Platte und traurig war auch, dass sämtliche Ladenplatten auf dem modularen Schlachtfeld basierten (womöglich sogar basieren mussten). Für andere Programmpunkte hat GW nur die Vitrinen und Tische gestellt - der Rest bzw. der Inhalt kam dann von Clubs und Privatpersonen. Minimaler Aufwand und kosteneffektiv. Immerhin gab es da wenigstens ein paar gute Armeen und Miniaturen zu sehen.

Leider gab es verhältnismäßig wenig Golden Demon Beiträge gab und ein paar davon waren schon von anderen Veranstaltungen bekannt. In maximal 2h war man überall mindestens einmal und hat alles gesehen. Wollte man dann noch mal etwas anspielen, bei Forge World anstehen oder einer Autorenlesung lauschen, dann ging natürlich noch etwas mehr Zeit drauf. Der Gürzenich ist aber nicht so groß und die Aussage, dass man für den Games Day mehrere Tage Zeit bräuchte, ist maßlos übertrieben.

Fazit: Für 20€ Eintritt ist der GD nach wie vor eine teuer bezahlte Werbeveranstaltung, zu der ich mich überreden lassen habe. Würde die Veranstaltung 10€ kosten, würde ich und manch ein anderer womöglich gar nicht rummosern und es würden auch mehr Leute zum Games Day hingehen. Werbung darf sich ein Unternehmen ruhig etwas kosten lassen...

Monday, 21 June 2010

Citadel Modulares Spielfeld / Review Citadel Platte

Games Workshop - Citadel Modulares Spielfeld

Größe (gesamt): ca. 120 cm x 180 cm = 48" x 72"
Preis: ca. 200€

Copyright @ Games Workshop. Used without permission.

Details: Das Set besteht aus 6 Kunststoffplatten, einer Nylontragetasche und 32 Verbindungsstücke um die Platten aneinander zu befestigen. Jede der Platten hat die Maße 60x60 cm, sie sind variabel zusammen zu stellen und es gibt u.a. verschiedene Höhenstufen (Hügel) und Bodenunebenheiten. Die Hügel sind dabei bis zu 6cm hoch.

Positiv ist, dass man viel mehr Verbindungsstücke dabei hat als man benötigt (14 zum Zusammenbau, der Rest als Reserve). Durch die Tasche ist die Platte relativ gut zu transportieren, denn mit ca. 15 kg ist sie kein Leichtgewicht! Außerdem kann sie so gut verstaut werden und staubt nicht ein.
Die Platteteile sind modular und durch Nachkauf beliebig erweiterbar. Weiterhin ist sie (in Grenzen) selbst gestaltbar / bemalbar. Mit der Größe ist man ja flexibel und so lassen sich leicht kleine Spiele auf 48" x 48" und größere auf 48" x 72" oder mehr spielen, was dem Standard von GW entspricht.

Was allerdings schmerzt ist der relativ hohe Anschaffungspreis von ca. 200€ für 6 Plastikplatten und eine "billige" Nylontasche... Wer aber die 200€ bei GW im Laden bezahlt, ist selbst Schuld. In so ziemlich jedem Onlineshop oder Einzelhändler gibt es mind. 10% Rabatt, was hierbei immerhin schon 20€ ausmachen. Oder man bestellt jenseits des Kanals und spart mal locker 25%+x... ;)

Leider ist man bzgl. der Personifizierung der Platte relativ eingeschränkt, da es "nur" Spieltischteile mit und ohne Hügeln gibt. Erweiterungen sind konkret nicht geplant und die einzelnen Spieltischteile gibt es bis auf die zwei Ebenenteile nur im großen Set für 200 €uronen.
Durch die quadratische Struktur auf der Unterseite ist jedes Plattenteil für sich so stabil, dass man sich sogar darauf stellen kann. Diese erschweren allerdings die Umbaubarkeit, da die Platte beim Durchschneiden dieser (um z.B. Grabenstellungen einzufügen) an Stabilität verliert. Zudem sind die einzelnen Kunststofflagen nur ca. 1-2 mm dick.
Absolut nervig sind zudem die Schädelgruben und Gebeine an jeder Ecke. Will man nicht unbedingt eine Dämonenwelt darstellen, so hat man damit so einigen Ärger. Die Schädelgruben an sich lassen sich noch relativ gut zuspachteln oder mit Wassereffektzeug auffüllen, doch der Rest muss überstreut / übergrast werden.
Beim Transport der Tasche empfiehlt sich bei einer entsprechenden Eigengestaltung die Anschaffung dünner Schaumstofflagen, damit die Platten nicht aneinander reiben und die Farbe/der Sand/das Gras etc. abgerieben wird.
Mit der Platzersparnis in kleinen Wohnungen ist das auch ein zweischneidiges Schwert, da man eine annähernd so große stabile Unterlage braucht, um die Platte darauf platzieren zu können. So stabil und selbst tragend ist die zusammengesteckte Platte nämlich leider nicht. Daher bedarf es einen großen Tisches, einer einfachen Sperrholzplatte oder ähnlichem als zusätzliche Unterlage. Man kann natürlich auch auf dem Boden spielen.

Trotz aller Nachteile bin ich mit meiner Platte zufrieden, da ich sie einfach ab- und aufbauen sowie gut verstauen kann. Außerdem finde ich es schön auf abwechselndem Gelände zu spielen und dass ich an keine feste Plattengröße gebunden bin.

Wie ich die Platte bemalt habe kann hier verfolgt werden: Teil 1 / Teil 2
Copyright @ Games Workshop. Used without permission.