Sunday, 22 July 2012

Gelände: Tank

Der Tank ist heute fertig geworden. Er gewinnt zwar keinen Designpreis oder Schönheitswettbewerb, sollte aber dennoch seinen Dienst erfüllen. Zudem passt er ganz gut zu meinem anderen Gelände und ich freue mich schon auf dessen Einsatz in der nächsten Gangschlacht. Die Schädelsäulen und das Symbol des Adeptus Mechanicus habe ich übrigens mittels "Oyumaru" abgedrückt und dann mit Milliput vervielfältigt. 


Saturday, 21 July 2012

Wochenrückblick

Diese Woche habe ich den ersten Gargoyle für meine Retro-Niden fertig bemalt und starte damit sozusagen meinen eigenen "Sommer der Flieger". In den alten WD und Regelbüchern komme die alten Gargoyles in zwei Farbschemata daher (blaue oder violette Flügel) und ich werde meinen Schwarm bemaltechnisch entsprechend aufteilen.


Für Necromunda bastle ich schon länger an einem Tank oder ähnlichem, doch die Bauarbeiten sind leider etwas ins Stocken geraten. Zunächst hatte ich vor eine Spraydose als Tank zu verbauen und passte den Unterbau daran entsprechend an. Dann fiel mir ein, dass ein "echter" Druckbehälter als Geländestück vielleicht doch keine so gute Idee ist. Aufstechen oder -bohren kam für mich nicht in Frage und so musste ich erst einmal nach einem alternativen Behälter suchen, den ich nun in einer Kunststoffflasche gefunden habe. Zur nächsten Spielrunde bekomme ich das Geländestück nun sicherlich noch fertig.


Außerdem halte ich nun endlich das Regelwerk der 6. Edition in den Händen und werde mich die nächsten Tage einlesen. Die Gunst der Stunde habe ich überdies genutzt, um günstig an die gebundenen Regelwerke der 4. und 5. Edition zu gelangen. Zum darin herumblättern und um Ideen für eigene Projekte zu bekommen, sind die immer noch gut. :D

Sunday, 15 July 2012

Tyraniden & Xenology

Manch einer mag die alten Modelle nicht so sehr und das kann man ihnen nicht verübeln. Ich mag ja z.B. die alten Rogue Trader Tyranidenkrieger oder die ganz alten Plastikganten auch nicht. Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten und die Tyraniden entwickeln sich eben auch hintergrundbedingt ständig weiter.

Neulich blätterte ich durch das Hintergrundbuch "Xenelogy" und las mir insbesondere noch einmal den Eintrag zu den Tyraniden durch. Dabei fiel mir auf, dass die alten bunt zusammengewürfelten Tyranidenarmeen aus der 2. Edition eigentlich näher am Hintergrund sind, als die heutigen Armeen mit einem durchgängigen Farbschema.

Eine alte Tyranidenarmee in voller Pracht - bis auf die ollen Krieger *grins*
© Games Workshop Limited 2000-2012

Wieso?! Nun, die "tyranidischen" Erbinformationen bestehen aus einem nahezu chaotischen Gewirr von Erbstrangteilen verschiedenster Herkunft. Die Tyraniden absorbieren die DNS ihrer Feinde, picken sich nach und nach die Sahnestücke heraus und entwickeln sich letztlich dadurch zu immer gefährlicheren Gegnern. So ist insbesondere die Ähnlichkeit einer Biovore zu einem Ork und einem Zoantroph zu einem Eldar so ziemlich unbestritten und deren Ausgangspunkt mögen vor langer Zeit einmal ein paar unglückliche Vertreter der jeweiligen Spezies gewesen sein.

© Games Workshop Limited 2000-2012

Letztlich bestehen die Tyranidenwaffen und mitunter selbst die Geschosse aus vielen kleinen Lebenwesen. Jeder Organismus ist dabei auf absolute Effizienz getrimmt und wird dabei den Gegebenheiten angepasst. Es findet sogar über die einzelnen Schwarmflotten hinaus ein Austausch entsprechender neuer Erbinformationen statt, sodass ein neuer bewährter Typ Tyranid bald darauf galaxisübergreifend überall auf den Schlachtfeldern anzutreffen ist.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf passt das Bild einer Schwamflotte im gleichen "Farbgewand" eigentlich nicht so recht, oder?
Den Tyraniden dürfte es leidlich egal sein, wie sie aussehen und wenn sie schon eine einheitliche Färbung aufweisen, sollte dieses sich eher nach der Umgebung (=Tarnung) oder den Feinden richten. Klar sieht eine einheitlich gefärbte Armee toll auf dem Spielfeld aus, doch für besonders effizient im Sinne des Schwarmbewusstseins finde ich das nicht unbedingt.

Eine Streitmacht der Tyraniden sollte genau nach dem aussehen was sie ist - ein zusammengewürfelter Haufen an Kreaturen unterschiedlichster genetischer Herkunft, geknechtet und vereint unter dem übermächtigen Schwarmbewusstsein!

Ob einem das dann auch gefällt, bleibt jedem selbst überlassen. Malerisch ist es jedenfalls eine Herausforderung und ein Vergnügen zugleich, da man eben nicht immer wieder nur das Gleiche bemalt.

Im Anschluss stellt sich dann natürlich noch die Frage nach den Anfängen, also nach dem "Ur-Tyranid". Dazu haben die imperiale Wissenschaft noch nicht viel zu sagen, doch im Hinblick auf die größeren Tyraniden scheinen sich die Absorber als der kleinste gemeinsame Nenner herauszustellen, da sich deren Organe und grundlegender Aufbau wohl überall wieder finden lässt. Einige scheinen dies fehlinterpretiert zu haben und gingen davon aus, dass sich die höheren Kreaturen allesamt direkt aus den Absorbern entwickeln würden. Vielmehr ist aber von einem gemeinsamen Grundbauplan auszugehen, auf dem alle höheren Organismen aufbauen und zu dem sich im Laufe der Zeit mehr und mehr Genbausteine gesellt haben.
So haben Absorber beispielsweise eine Art befruchteter Eiersack, womit sie sich unabhängig von den Mutterschiffen vor Ort vermehren können. Es wird sodann auch angedeutet, dass die höheren Tyranidenkreaturen ebenfalls über diese befruchteten Eiersäcke verfügen und bei Bedarf Absorber ausbrüten können.

Fluffmäßig scheint dies alles sehr schlüssig zu sein und klärt einige Fragen. Woher die Tyraniden letztlich wirklich stammen und womit dieses Unheil seinen Anfang nahm, werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls bleibt so genug Raum für Spekulationen und das regt natürlich die Phantasie an. Wer weiß, was für Schrecken die Zukunft noch für uns bereit hält?

© Games Workshop Limited 2000-2012

Wenn einige Jüngere Hobbyisten nicht wissen, weshalb sich viele ältere Hobbyhasen den alten White Dwarf bzw. dessen Themengewichtung herbeiwünschen, hier noch ein Beispiel. Der Schlachtbericht "Schlachtfest" aus dem deutschen WD Nr. 7 mit insgeamt 18 Seiten Schlachtbericht, wobei sich Text und Bilder in einer vernünftigen Gewichtung befinden. Dazu ein ausführlicher Schlachthintergrund, Armeevorstellungen, Listen, taktische Analysen und und und...
Dazu kommt, dass das Gelände seinerzeit noch nicht aus einem Guss war und man einfach das Gefühl hatte, dass die Jungs sich stellenweise noch etwas mehr Mühe geben. Optisch sind die WDs heute natürlich viel ansprechender und moderner gehalten, doch wenn dies auf Kosten des Inhalts geht, dann ist das meiner Meinung nach ein schlechtes Geschäft. Der WD war früher schon mit Anfangs 7 DM und mehr im Vergleich auch schon teuer, doch ein Kauf lohnte sich wegen der vielen Regelerweiterungen, Geschichten usw. noch eher als heute. Ändern wird sich daran aber nichts, solange GW ein börsennotiertes Unternehmen ist und somit bleiben einem nur noch die Erinnerungen an "bessere" Zeiten.

© Games Workshop Limited 2000-2012

Mann, bin ich alt... :D